Kurzarbeit und die Beiträge an die Pensionskasse

Anlässlich eines Beratungsgesprächs wurde ich gefragt, ob die Beiträge an die Pensionskasse während der Kurzarbeit ebenfalls gesenkt werden?

Keine allgemeingültige Antwort möglich

Leider lässt sich diese Frage nicht pauschal beantworten. Sie hängt vielmehr mit dem Verhalten des Arbeitgebers zusammen. Denn grundsätzlich gilt, dass der AHV-Pflichtige Lohn auch bei der Pensionskasse gemeldet werden muss. Von diesem gemeldeten Lohn wird dann der versicherte Lohn berechnet. Und von diesem versicherten Lohn werden dann die Beiträge erhoben.

Es kann also sehr gut sein, dass der Arbeitgeber die gemeldeten Gehälter anpasst, weil ja eben ein tieferer AHV-pflichtiger Lohn gilt (nur noch 80%). Damit würden nicht nur Deine Beiträge sinken, sondern auch jene des Arbeitgebers, denn auch er zahlt mindesten den gleich hohen Beitrag an die Pensionskasse wie Du es tust. Es ist mir wichtig, das ganz nüchtern darzustellen. Ein solches Vorgehen des Arbeitgebers wäre absolut legitim! Natürlich spart der Arbeitgeber damit Geld – aber auch Du. Folgendes Beispiel verdeutlicht Deine Seite:

Vor Kurzarbeit hast Du beispielsweise 5’000 Franken pro Monat verdient. Nehmen wir an Deine Beiträge an die Pensionskasse hätten rund 220 Franken betragen. Dein Nettolohn wäre also bei 4’780 Franken gelegen. Würde der Arbeitgeber den gemeldeten Lohn wegen der Kurzarbeit nicht anpassen, würden Dir also weiterhin 220 Franken abgezogen. Da Du jetzt aber nur 80% von 5’000 Franken, also 4’000 Franken, Bruttolohn erhältst, würde der Nettolohn noch 3’780 Franken betragen. Passt der Arbeitgeber den gemeldeten Lohn aber an, würde Dein Nettolohn rund 3’820 betragen, da die Beiträge an die Pensionskasse – sehr vereinfacht dargestellt – ebenfalls um 80% sinken. Du hättest also monatlich 40 Franken mehr auf dem Konto.

Es gibt aber viele Arbeitgeber, die verändern den gemeldeten Lohn bei der Pensionskasse nicht und lassen ihn während der Kurzarbeit unverändert. Auch das kann gute Gründe haben: der administrative Aufwand kann recht gross sein, um alles zu ändern, der Arbeitgeber möchte ein Zeichen zu Gunsten seiner Mitarbeitenden setzen.

Tipp

Frag Deinen Arbeitgeber wie er mit der Kurzarbeit in Bezug auf den gemeldeten Lohn bei der Pensionskasse umgeht. Er wird Dir sicherlich gerne Auskunft geben. Auch auf Deiner Lohnabrechnung kannst Du eine allfällige Veränderung erkennen.

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Was bedeutet der Rentenumwandlungssatz in der Pensionskasse?

Der Rentenumwandlungssatz ist ein Faktor, mit dem Dein Kapital, das Du in der Pensionskasse angespart hast, in eine regelmässige, garantierte und lebenslange Rente umgewandelt wird.

Und so rechnet man

Hast Du in Deiner Pensionskasse beispielsweise ein Kapital von 100’000 Franken angespart und das Pensionskassenreglement besagt, dass der Rentenumwandlungssatz im Pensionsalter mit 65 Jahren 6,8 Prozent beträgt, resultiert für Dich eine Rente von 6’800 Franken pro Jahr.

100’000 Franken x 6,8 Prozent = 6’800 Franken

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Mindestzinssatz in der Pensionskasse

Der Mindestzinssatz hat sich im verlaufe der Jahre massiv verändert. Seit der Einführung des Pensionskassengesetzes im Jahr 1985 bis ins Jahr 2002 lag er unverändert bei vier Prozent. Seither ist er sukzessive auf momentan ein Prozent gesunken.

Hast Du Fragen?

Hast Du Fragen zu Deiner Vorsorge rund um die erste, zweite und dritte Säule? Zögere nicht und buche gleich hier und jetzt eine kostenlose Beratungsviertelstunde. Ich helfe Dir sehr gerne!

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