Die massgebenden Zahlen in der Vorsorge ab 1. Januar 2021

Das sind die aktuellen Zahlen und Grenzbeträge die aktuell im Schweizer Vorsorgesystem gelten (Stand: 1.1.2021):

Erste Säule

pro Monat *pro Jahr *
minimale AHV-Rente1’19514’340
maximal AHV-Rente2’39028’680

Zweite Säule

pro Jahr *
minimaler Jahreslohn Pensionskasse **21’510
Koordinationsabzug Pensionskasse **25’095
maximaler Jahreslohn Pensionskasse **86’040
minimal versicherter Jahreslohn Pensionskasse **3’585
maximal versicherter Jahreslohn Pensionskasse **60’945
maximal versicherter Lohn obligatorische Unfallversicherung148’200

Dritte Säule

pro Jahr *
maximale Einzahlung für Personen die in einer Pensionskasse versichert sind6’883
maximale Einzahlung für Personen, die in keiner Pensionskasse versichert sind20% des Nettoeinkommens maximal jedoch 34’416
  • Anmerkungen:
  • * Beträge in Franken
  • ** minimale Beträge gemäss Pensionskassengesetzgebung BVG – das Pensionskassenreglement kann andere Beträge vorsehen, sofern es die versicherte Person gegenüber den gesetzlichen Mindestbestimmungen besserstellt

Kurzarbeit und die Beiträge an die Pensionskasse

Anlässlich eines Beratungsgesprächs wurde ich gefragt, ob die Beiträge an die Pensionskasse während der Kurzarbeit ebenfalls gesenkt werden?

Keine allgemeingültige Antwort möglich

Leider lässt sich diese Frage nicht pauschal beantworten. Sie hängt vielmehr mit dem Verhalten des Arbeitgebers zusammen. Denn grundsätzlich gilt, dass der AHV-Pflichtige Lohn auch bei der Pensionskasse gemeldet werden muss. Von diesem gemeldeten Lohn wird dann der versicherte Lohn berechnet. Und von diesem versicherten Lohn werden dann die Beiträge erhoben.

Es kann also sehr gut sein, dass der Arbeitgeber die gemeldeten Gehälter anpasst, weil ja eben ein tieferer AHV-pflichtiger Lohn gilt (nur noch 80%). Damit würden nicht nur Deine Beiträge sinken, sondern auch jene des Arbeitgebers, denn auch er zahlt mindesten den gleich hohen Beitrag an die Pensionskasse wie Du es tust. Es ist mir wichtig, das ganz nüchtern darzustellen. Ein solches Vorgehen des Arbeitgebers wäre absolut legitim! Natürlich spart der Arbeitgeber damit Geld – aber auch Du. Folgendes Beispiel verdeutlicht Deine Seite:

Vor Kurzarbeit hast Du beispielsweise 5’000 Franken pro Monat verdient. Nehmen wir an Deine Beiträge an die Pensionskasse hätten rund 220 Franken betragen. Dein Nettolohn wäre also bei 4’780 Franken gelegen. Würde der Arbeitgeber den gemeldeten Lohn wegen der Kurzarbeit nicht anpassen, würden Dir also weiterhin 220 Franken abgezogen. Da Du jetzt aber nur 80% von 5’000 Franken, also 4’000 Franken, Bruttolohn erhältst, würde der Nettolohn noch 3’780 Franken betragen. Passt der Arbeitgeber den gemeldeten Lohn aber an, würde Dein Nettolohn rund 3’820 betragen, da die Beiträge an die Pensionskasse – sehr vereinfacht dargestellt – ebenfalls um 80% sinken. Du hättest also monatlich 40 Franken mehr auf dem Konto.

Es gibt aber viele Arbeitgeber, die verändern den gemeldeten Lohn bei der Pensionskasse nicht und lassen ihn während der Kurzarbeit unverändert. Auch das kann gute Gründe haben: der administrative Aufwand kann recht gross sein, um alles zu ändern, der Arbeitgeber möchte ein Zeichen zu Gunsten seiner Mitarbeitenden setzen.

Tipp

Frag Deinen Arbeitgeber wie er mit der Kurzarbeit in Bezug auf den gemeldeten Lohn bei der Pensionskasse umgeht. Er wird Dir sicherlich gerne Auskunft geben. Auch auf Deiner Lohnabrechnung kannst Du eine allfällige Veränderung erkennen.

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Diversifikation ist ein Begriff aus der Betriebswirtschaft und beschreibt den Strategieansatz, dass ein Unternehmen sein Produkt- oder Dienstleistungsangebot so verbreitert – eben diversifiziert – damit das Unternehmensrisiko minimiert beziehungsweise das Gewinnpotential maximiert wird.

Dieser Strategieansatz lässt sich auch auf Ihre persönliche Vermögensanlagen übertragen. Ganz nach dem Motto „lege nicht alle Eier in denselben Korb“, ist auch in der persönlichen Vermögensanlage optimalerweise darauf zu achten, nicht zu viele Vermögensanteile in ein und dieselbe Anlageklasse zu investieren. Die Theorie besagt, dass damit das Verlustrisiko minimiert wird, da mit dem Absturz einer Anlageklasse nicht zwingend auch der Absturz einer anderen Anlageklasse verbunden sein muss. Optimalerweise verhalten sich die Anlageklassen gegenläufig – sinkt die Eine, steigt die andere …

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Säule 3a – Lohnt sich die Einzahlung?

Immer wieder wird mir in Beratungsgesprächen Frage gestellt: Lohnt sich den eine Einzahlung in die Säule 3a?

Meine Gesprächspartner argumentieren immer wieder, dass sich das ja nicht lohne, weil das Geld bei der Auszahlung ja wieder versteuert werden müsse. Da bringe der Abzug vom steuerbaren Einkommen bei Einzahlung auch nichts.

Der sogenannte „Steuereffekt“ ist das Zünglein an der Waage

Diese Argumentation greift zu kurz. Es stimmt: Die Einzahlung kann vom steuerbaren Einkommen abgesetzt werden. Und ja, die Kapitalauszahlung ist ebenfalls steuerbar. Allerdings fehlt ein entscheidendes Detail in dieser Argumentationskette: Bei der Auszahlung wird das Geld separat vom übrigen Einkommen zu einem Sondersatz besteuert und genau deshalb ist die Einzahlung in die Säule 3a attraktiv. Machen wir ein Beispiel:

Eine Frau lebt in der Stadt Bern und verfügt über ein Netto-Einkommen von 45’000 Franken. Sie zahlt über 22 Jahre regelmässig 3’000 Franken pro Jahr in die Säule 3a ein. Aufgrund Ihres Einkommens erzielt sie mit der Einzahlung jährlich eine Steuerersparnis von 660 Franken. Nehmen wir weiter an, dass diese Frau bei der Säule 3a einen Zins von einem Prozent erhält. Sie zahlt also unter dem Strich nur 2’340 Franken ein. Nach 22 Jahren hat sich ein stattlicher Betrag von 73’400 Franken angesammelt und sie hat mit ihren Einzahlungen insgesamt 14’500 Franken Steuern eingespart. Nun kommt der Tag der Auszahlung: Die Steuerbehörde stellt dieser Frau für die Auszahlung des Kapitals von 73’400 Franken eine Steuerrechnung in der Höhe von 2’700 Franken. Die Nettoauszahlung beträgt also 70’700 Franken. Die berechnete Jahresrendite zwischen Nettoeinzahlung (Einzahlung nach Abzug der Steuerersparnis) und Nettoauszahlung (Auszahlung nach Abzug der Steuerrechnung) beträgt 2,9 Prozent.

Mit anderen Worten: Diese Frau hat zwar lediglich einen Zins von einem Prozent gutgeschrieben erhalten. Nach Berücksichtigung aller Steuern resultiert aber eine Verzinsung von 2,9 Prozent pro Jahr. Die Differenz von 1,9 Prozent nennt man den „Steuereffekt“. Wunderbar!

Von Kanton zu Kanton und von Gemeinde zu Gemeinde gibt es Unterschiede

Nun kommt das „Aber“: Wir leben im Land des „Kantönligeistes“ in dem Steuerwettbewerb zwischen Kantonen und Gemeinden herrscht. Entsprechend kann auch das Resultat des „Steuereffektes“ ganz anders ausfallen, je nachdem wo Du wohnst. Damit Du die Auswirkungen noch besser verstehst, adaptiere ich das oben gemachte Beispiel auf die Stadt Zürich:

Die Einzahlung über 22 Jahre bleibt genau gleich. Da der Steuertarif in Zürich anders funktioniert als in Bern, resultiert pro Jahr lediglich eine Steuerersparnis von 310 Franken. Die Nettoeinzahlung pro Jahr beträgt also 2’690 Franken und die gesamte Steuerersparnis über 22 Jahre lediglich 6’820 Franken. Auch für die Frau in Zürich kommt nun der Tag der Auszahlung und der Auszahlungsbetrag beträgt ebenfalls 73’400 Franken. Die Zürcher Behörde stellt aber eine höhere Steuerrechnung, nämlich 3’530 Franken. Die jährliche Nettorendite beträgt in Zürich nun lediglich 1,5 Prozent und der „Steuereffekt“ lediglich 0,5 Prozent. Immer noch gut, aber nicht ganz so grossartig wie in Bern.

Fazit

Es stimmt also nicht, dass sich die Einzahlung in die Säule 3a nicht lohnen würde. Das „sich lohnen“ resultiert aus dem „Steuereffekt“, der aufgrund der Asymmetrie zwischen Einkommensteuer und Kapitalauszahlungsteuer zu Stande kommt. Wie hoch dieser „Steuereffekt“ ausfällt, hängt von Deiner Steuergrundlage ab – also wo Du wohnst, wie hoch Dein Einkommen ist und so weiter.

Tipp

Wenn es Dein Budget zulässt, rate ich Dir grundsätzlich dazu, in die Säule 3a einzuzahlen. In einem weiteren Blogbeitrag erkläre ich Dir auf was Du dabei achten solltest.

Hast Du Fragen?

Hast Du weitere Fragen zu Deiner Vorsorge rund um die erste, zweite und dritte Säule? Zögere nicht, gleich hier und jetzt einen Termin für eine kostenlose Beratungsviertelstunde zu vereinbaren. Ich helfe Dir sehr gerne!

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Was bedeutet der Rentenumwandlungssatz in der Pensionskasse?

Der Rentenumwandlungssatz ist ein Faktor, mit dem Dein Kapital, das Du in der Pensionskasse angespart hast, in eine regelmässige, garantierte und lebenslange Rente umgewandelt wird.

Und so rechnet man

Hast Du in Deiner Pensionskasse beispielsweise ein Kapital von 100’000 Franken angespart und das Pensionskassenreglement besagt, dass der Rentenumwandlungssatz im Pensionsalter mit 65 Jahren 6,8 Prozent beträgt, resultiert für Dich eine Rente von 6’800 Franken pro Jahr.

100’000 Franken x 6,8 Prozent = 6’800 Franken

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Mindestzinssatz in der Pensionskasse

Der Mindestzinssatz hat sich im verlaufe der Jahre massiv verändert. Seit der Einführung des Pensionskassengesetzes im Jahr 1985 bis ins Jahr 2002 lag er unverändert bei vier Prozent. Seither ist er sukzessive auf momentan ein Prozent gesunken.

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Die massgebenden Zahlen in der Vorsorge

Das sind die aktuellen Zahlen und Grenzbeträge die aktuell im Schweizer Vorsorgesystem gelten (Stand: 1.1.2020):

Erste Säule

pro Monat *pro Jahr *
minimale AHV-Rente1’18514’220
maximal AHV-Rente2’37028’440

Zweite Säule

pro Jahr *
minimaler Jahreslohn Pensionskasse **21’330
Koordinationsabzug Pensionskasse **24’885
maximaler Jahreslohn Pensionskasse **85’320
minimal versicherter Jahreslohn Pensionskasse **3’555
maximal versicherter Jahreslohn Pensionskasse **60’435
maximal versicherter Lohn obligatorische Unfallversicherung148’200

Dritte Säule

pro Jahr *
maximale Einzahlung für Personen die in einer Pensionskasse versichert sind6’826
maximale Einzahlung für Personen, die in keiner Pensionskasse versichert sind20% des Nettoeinkommens maximal jedoch 34’128
  • Anmerkungen:
  • * Beträge in Franken
  • ** minimale Beträge gemäss Pensionskassengesetzgebung BVG – das Pensionskassenreglement kann andere Beträge vorsehen, sofern es die versicherte Person gegenüber den gesetzlichen Mindestbestimmungen besserstellt