Die massgebenden Zahlen in der Vorsorge ab 1. Januar 2021

Das sind die aktuellen Zahlen und Grenzbeträge die aktuell im Schweizer Vorsorgesystem gelten (Stand: 1.1.2021):

Erste Säule

pro Monat *pro Jahr *
minimale AHV-Rente1’19514’340
maximal AHV-Rente2’39028’680

Zweite Säule

pro Jahr *
minimaler Jahreslohn Pensionskasse **21’510
Koordinationsabzug Pensionskasse **25’095
maximaler Jahreslohn Pensionskasse **86’040
minimal versicherter Jahreslohn Pensionskasse **3’585
maximal versicherter Jahreslohn Pensionskasse **60’945
maximal versicherter Lohn obligatorische Unfallversicherung148’200

Dritte Säule

pro Jahr *
maximale Einzahlung für Personen die in einer Pensionskasse versichert sind6’883
maximale Einzahlung für Personen, die in keiner Pensionskasse versichert sind20% des Nettoeinkommens maximal jedoch 34’416
  • Anmerkungen:
  • * Beträge in Franken
  • ** minimale Beträge gemäss Pensionskassengesetzgebung BVG – das Pensionskassenreglement kann andere Beträge vorsehen, sofern es die versicherte Person gegenüber den gesetzlichen Mindestbestimmungen besserstellt

Wie digitale Workflows die Arbeitsprozesse in der Verwaltung des BSC Young Boys Bern enorm beschleunigen

Digitalisierung der Administration – insbesondere der Buchhaltung – ist eines der aktuellen Mega-Themen. Verstärkt wird es zusätzlich durch die herrschende Corona-Krise und der damit verbundenen dezentralen Arbeitsorganisation – Stichwort Homeoffice. Wie ein solches Digitalisierungsprojekt erfolgreich in die Tat umgesetzt wird, zeige ich beispielhaft am Digitalisierungsprojekt BSC Young Boys Bern.

Wie verbuche ich einen Gutschein richtig?

Die Verbuchung eines Gutscheins in der Buchhaltung ist kein Hexenwerk sondern relativ simpel. Erfasst Du es sauber, hast Du auch laufend einen Überblick über Deine offenen Verpflichtungen aus dieser Dienstleistung.

Achtung: Unterscheide zwischen Wert- und Leistungsgutschein?

In einem meiner Blog-Beiträge gehe ich auf die Unterscheidung ein. Lese hier mehr dazu.

Verbuchung Wertgutschein

Die Ausgabe und Einlösung eines Wertgutscheins musst Du in Deiner Buchhaltung folgendermassen abbilden:

VorgangSollHabenBetragMWST
Verkauf eines GutschiensKasseVerpflichtungen aus verkauften Gutscheinen100nein
Einlösung eines GutscheinsVerpflichtungen aus verkauften GutscheinenVerkaufserlös100ja

Das Konto „Verpflichtungen aus verkauften Gutscheinen“ ist ein Passivkonto – also eine Verpflichtung Deines Unternehmens gegenüber Deinen Kunden. Es steht auf der Passivseite Deiner Bilanz und stellt Fremdkapital dar.

Verbuchung Leistungsguschein

Die Ausgabe und Einlösung eines Leistungsgutscheins musst Du in Deiner Buchhaltung folgendermassen abbilden:

VorgangSollHabenBetragMWST
Verkauf eines GutschiensKasseVerkauselös100ja
Abgrenzung der LeistungVerkaufserlösVorausbezahlte Leistungen93nein
Einlösung eines LeistungsgutscheinsVorausbzahlte LeistungenVerkaufserlös93nein

Die Buchungen zur Abgrenzung und zur Einlösung sind v.a. dann notwendig, wenn der Leistunggutschein im Geschäftsjahr in dem er verkauft wurde noch nicht eingelöst wurde. Ich empfehle Dir aber – wenn Du schon Leistungsgutscheine verkaufst – grundsätzlich diesen Buchungsweg zu nehmen. Nur so hast Du einen Überblick über die offenen Verpflichtungen. Das Konto „Vorausbezahlte Leistungen“ ist ein Passivkonto und stellt Fremdkapital dar.

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Liquidität – das unterschätzte Thema

Liquidität ist die Luft zum atmen. Ohne sie hast Du rasch Probleme Deine Unternehemsträume zu verwirklichen. Deshalb gib darauf acht und befolge folgende Tips!

Baue eine Finanzplanung auf

Auch als Kleinstunternehmen ist eine fundierte Finanzplanung meines Erachtens unerlässlich. Daraus kannst Du ablesen wie sich deine Liquidität entwickeln wird, wann Du ausreichend oder zuwendig Geld hast. Planst Du Investitionen, ist es geradezu fahrlässig ohne Finanzplanung zu agieren.

Eine Finanzplanung ohne laufenden Soll-/Ist-Vergleich ist wertlos. Deshalb vergleiche Deine Finanzplanung laufend mit Deiner Buchhaltung – also den effektiven Zahlen. Bau Dir ein sogenanntes Controllingtool auf und nimm Dir die Zeit um zu analysieren. Passe Deine Finanzplanung dann laufend an damit Du eine möglichst verlässlichen Ausblick erhältst.

Je mehr Du Dich mit Deiner Finanzplanung und dem Soll-/Ist-Vergleich beschäftigst, desto exakter werden Deine Voraussagen, Planungen und Entscheide.

Organisiere Deine Buchhaltung

Ich weiss, Buchhaltung kann langweilig erscheinen, aber Sie ist für Dich als Unternehmer oder Unternehmerin extrem wichtig. In Bezug auf die Liquidität ist es zwei Aspekte die Du dringend beachten musst:

  1. Halte Deine Kundenrechnungen unter Kontrolle und treibe das Geld ein
  2. Halte Deine Lieferantenrechnungen unter Kontrolle und mach Rücklagen

Du arbeitest hart, bringst super Dienstleistungen und verkaufst vorzügliche Produkte – alles wunderbar. Wenn Du aber Deine offenen Kundenrechnungen (Debitoren) nicht unter Kontrolle hältst, ist es schnell vorbei mit der Herrlichkeit. Mach leg Dir deshalb einen Debitorenmanagementprozess zurecht an den Du Dich konsequent hältst und setze die Zahlungsfristen durch.

Genauso wichtig sind Deine offenen Lieferantenrechnungen. Behalte diese immer im Auge und vergiss nicht, dass Du irgendwann Steuern und Sozialversicherungen bezahlen musst – mach also neben den laufenden Zahlungen auch Rücklagen für bevorstehende Rechnungen.

Fehlender Gewinn führt irgendwann zu Liquiditäsmangel

Wie gesagt: Liqudität ist die Luft zum atmen und sie ist kurzfristig höher zu gewichten als Gewinn. Aber wirklich nur kurzfristig. Denn – ja Du erkennst das richtig – Liquidität stammt im Endeffekt aus nicht verwendeten Gewinnen.

Wenn Du keinen Gewinn machst, ist es wichtig, dass Du weisst, weshalb das so ist und zu versuchen die Ursache so rasch wie möglich zu beheben. Dazu stehen Dir ein Blumenstrauss an Massnahmen offen: Preise rauf, Marketing verbessern, Kosten senken und so weiter.

Werfe einen Blick auf Deine Zahlungsbedingungen

Deine Kundenrechnungen und die Lieferantenrechnungen haben definierte Zahlungsfristen. Wenn diese beiden Bedingungen nicht übereinstimmen – sprich die Lieferantenzahlungsfrist tiefer ist als die Kundenzahlungsfrist, kannst du ein Problem bekommen.

Am besten wäre es, die Kundenzahlungsfrist so tief wie möglich zu halten, damit Du die Lieferantenzahlungsfristen in jedem Fall einhalten kannst. Es gibt auch noch andere Lösungen, die aber in jedem Fall etwas kosten:

  • Factoring – Ein Finanzanzinstitut kauft die quasi Deine Kundenrechnungen gegen einen Abschlag ab und stellt Dir sofort Liquidität zur Verfügung.
  • Kontokorrentkredit bei der Bank – Deine Bank gewährt Dir eine Kreditlinie, bis zu der Du Dein Geschäftskonto auch mal überziehen kannst. Zinsen zahlst Du, wenn Du im Minus bist.
  • Skonto für Deine Kunden – Du kannst Deinen Kunden auch einen Anreiz dazu setzen, Rechnung frühzeitig zu bezahlen, indem Du ihnen zwei bis drei Prozent Skonto gewährst.

Wie gesagt, all das kostet Geld. Deshalb besser: Sorge für kongruente Zahlungsbedingungen und halte Deine Kundenrechnungen unter Kontrolle.

Wenn Ihre Kunden beispielsweise 30 Tage Zeit haben, um Sie zu bezahlen, Ihre Lieferanten aber innerhalb von 14 Tagen bezahlt werden wollen, kann sich ein Cashflow-Problem aufbauen.

Zu rasches Wachstum

Paradox ist, dass zu schnelles Wachstum zu Liquiditätsproblemen führen kann. Weil bei grossen Wachstumschritten oft Investitionen notwendig in Personal, Technik und so weiter, kann es Probleme geben weil das Geld noch nicht da ist das aus dem Wachstum generiert werden soll, die Kosten aber laufen bereits. Da sind wir wieder bei der Finanzplanung die Dir hilft die richtigen Entscheide zum richtigen Zeitpunkt zu fällen.

Fazit

Leg Dir einen Finanzplan zurecht und erachte diesen als Führungsinstrument, das Du regelmässig mit der Ist-Situation vergleichst und adjustierst. Organisiere Deine Buchhaltung so, dass Du unter anderem Deine Kundenrechnungen und Lieferantenrechnungen unter Kontrolle. Sei in Bezug auf die Zahlungsfrist Deiner Kunden nicht grosszügig sondern achte darauf, dass diese mit den Zahlungskonditionen Deiner Lieferanten übereinstimmen.

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Ist der Verkauf eines Gutscheins mehrwertsteuerpflichtig?

Von Inhabern von Ladengeschäften werde ich oft gefragt, ob der Verkauf von Gutscheinen mehrwertsteuerpflichtig sei.

Wichtig ist die Unterscheidung zwischen Leistungs- und Wertgutschein

  • Es gibt zwei Arten von Gutscheinen: den Leistungsgutschein und den Wertgutschein.
  • Beim Leistungsgutschein wird ein Gutschein ausgegeben, mit dem eine ganz bestimmte Leistung bezogen werden kann. Zum Beispiel: Gutschein für den Anfänger-Kajakkurs am 26. Juni 2020. Die Leistung ist also definiert und wird mit Ausgabe des Gutscheins verkauft.
  • Beim Wertgutschein wird ein Zahlungsmittel im Wert von beispielsweise 100 Franken ausgegeben. Damit kann dann später irgendeine Leistung bezogen werden.

Leistungsgutscheine sind mehrwertsteuerpflichtig

Mit der Ausgabe eines Leistungsgutscheins wird eine ganz konkrete Leistung verkauft – ein Mehrwert geschaffen. Solche Gutscheine sind zum Zeitpunkt ihrer Ausgabe mehrwertsteuerpflichtig.

Wertgutschein sind nicht mehrwertsteuerpflichtig

Ein Wertgutschein wird im Mehrwertsteuerrecht als Zahlungsmittel angesehen. Du hast noch keine Gegenleistung – eben keinen Mehrwert – erbracht. Daher fällt mit dem Verkauf des Gutscheins auch noch keine Mehrwertsteuer an.

Mehrwertsteuer auf der erbrachten Leistung

Sobald aber die Person, die den Wertgutschein geschenkt bekommen hat, bei Dir im Laden beispielsweise ein paar Turnschuhe mit eben diesem Wertgutschein bezahlt, wird die Leistung – also das paar Turnschuhe – mehrwertsteuerpflichtig. Auf der Mehrwertsteuerdeklaration wird also der Verkauf der Turnschuhe und nicht der Verkauf des Gutscheins abgerechnet.

Verkaufe nur Wertgutscheine

Ich empfehle Dir, auf den Verkauf von Leistungsgutscheinen zu verzichten und ausschliesslich Wertgutscheine anzubieten. Damit hast Du Sicherheit, dass Du gegenüber der Mehrwertsteuer alles korrekt abwickelst. Möchtest Du trotzdem eine ganz konkrete Leistung im Gutschein definieren, kannst Du ihn mit einem Zusatzvermerk versehen, der den Leistungsgutschein aus Mehrwertsteuersicht zu einem Wertgutschein macht. Ein solcher Vermerk könnte lauten: „Dieser Gutschein kann auch für eine andere Leistung verwendet werden“.

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Kurzarbeit und die Beiträge an die Pensionskasse

Anlässlich eines Beratungsgesprächs wurde ich gefragt, ob die Beiträge an die Pensionskasse während der Kurzarbeit ebenfalls gesenkt werden?

Keine allgemeingültige Antwort möglich

Leider lässt sich diese Frage nicht pauschal beantworten. Sie hängt vielmehr mit dem Verhalten des Arbeitgebers zusammen. Denn grundsätzlich gilt, dass der AHV-Pflichtige Lohn auch bei der Pensionskasse gemeldet werden muss. Von diesem gemeldeten Lohn wird dann der versicherte Lohn berechnet. Und von diesem versicherten Lohn werden dann die Beiträge erhoben.

Es kann also sehr gut sein, dass der Arbeitgeber die gemeldeten Gehälter anpasst, weil ja eben ein tieferer AHV-pflichtiger Lohn gilt (nur noch 80%). Damit würden nicht nur Deine Beiträge sinken, sondern auch jene des Arbeitgebers, denn auch er zahlt mindesten den gleich hohen Beitrag an die Pensionskasse wie Du es tust. Es ist mir wichtig, das ganz nüchtern darzustellen. Ein solches Vorgehen des Arbeitgebers wäre absolut legitim! Natürlich spart der Arbeitgeber damit Geld – aber auch Du. Folgendes Beispiel verdeutlicht Deine Seite:

Vor Kurzarbeit hast Du beispielsweise 5’000 Franken pro Monat verdient. Nehmen wir an Deine Beiträge an die Pensionskasse hätten rund 220 Franken betragen. Dein Nettolohn wäre also bei 4’780 Franken gelegen. Würde der Arbeitgeber den gemeldeten Lohn wegen der Kurzarbeit nicht anpassen, würden Dir also weiterhin 220 Franken abgezogen. Da Du jetzt aber nur 80% von 5’000 Franken, also 4’000 Franken, Bruttolohn erhältst, würde der Nettolohn noch 3’780 Franken betragen. Passt der Arbeitgeber den gemeldeten Lohn aber an, würde Dein Nettolohn rund 3’820 betragen, da die Beiträge an die Pensionskasse – sehr vereinfacht dargestellt – ebenfalls um 80% sinken. Du hättest also monatlich 40 Franken mehr auf dem Konto.

Es gibt aber viele Arbeitgeber, die verändern den gemeldeten Lohn bei der Pensionskasse nicht und lassen ihn während der Kurzarbeit unverändert. Auch das kann gute Gründe haben: der administrative Aufwand kann recht gross sein, um alles zu ändern, der Arbeitgeber möchte ein Zeichen zu Gunsten seiner Mitarbeitenden setzen.

Tipp

Frag Deinen Arbeitgeber wie er mit der Kurzarbeit in Bezug auf den gemeldeten Lohn bei der Pensionskasse umgeht. Er wird Dir sicherlich gerne Auskunft geben. Auch auf Deiner Lohnabrechnung kannst Du eine allfällige Veränderung erkennen.

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Diversifikation ist ein Begriff aus der Betriebswirtschaft und beschreibt den Strategieansatz, dass ein Unternehmen sein Produkt- oder Dienstleistungsangebot so verbreitert – eben diversifiziert – damit das Unternehmensrisiko minimiert beziehungsweise das Gewinnpotential maximiert wird.

Dieser Strategieansatz lässt sich auch auf Ihre persönliche Vermögensanlagen übertragen. Ganz nach dem Motto „lege nicht alle Eier in denselben Korb“, ist auch in der persönlichen Vermögensanlage optimalerweise darauf zu achten, nicht zu viele Vermögensanteile in ein und dieselbe Anlageklasse zu investieren. Die Theorie besagt, dass damit das Verlustrisiko minimiert wird, da mit dem Absturz einer Anlageklasse nicht zwingend auch der Absturz einer anderen Anlageklasse verbunden sein muss. Optimalerweise verhalten sich die Anlageklassen gegenläufig – sinkt die Eine, steigt die andere …

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Säule 3a – Lohnt sich die Einzahlung?

Immer wieder wird mir in Beratungsgesprächen Frage gestellt: Lohnt sich den eine Einzahlung in die Säule 3a?

Meine Gesprächspartner argumentieren immer wieder, dass sich das ja nicht lohne, weil das Geld bei der Auszahlung ja wieder versteuert werden müsse. Da bringe der Abzug vom steuerbaren Einkommen bei Einzahlung auch nichts.

Der sogenannte „Steuereffekt“ ist das Zünglein an der Waage

Diese Argumentation greift zu kurz. Es stimmt: Die Einzahlung kann vom steuerbaren Einkommen abgesetzt werden. Und ja, die Kapitalauszahlung ist ebenfalls steuerbar. Allerdings fehlt ein entscheidendes Detail in dieser Argumentationskette: Bei der Auszahlung wird das Geld separat vom übrigen Einkommen zu einem Sondersatz besteuert und genau deshalb ist die Einzahlung in die Säule 3a attraktiv. Machen wir ein Beispiel:

Eine Frau lebt in der Stadt Bern und verfügt über ein Netto-Einkommen von 45’000 Franken. Sie zahlt über 22 Jahre regelmässig 3’000 Franken pro Jahr in die Säule 3a ein. Aufgrund Ihres Einkommens erzielt sie mit der Einzahlung jährlich eine Steuerersparnis von 660 Franken. Nehmen wir weiter an, dass diese Frau bei der Säule 3a einen Zins von einem Prozent erhält. Sie zahlt also unter dem Strich nur 2’340 Franken ein. Nach 22 Jahren hat sich ein stattlicher Betrag von 73’400 Franken angesammelt und sie hat mit ihren Einzahlungen insgesamt 14’500 Franken Steuern eingespart. Nun kommt der Tag der Auszahlung: Die Steuerbehörde stellt dieser Frau für die Auszahlung des Kapitals von 73’400 Franken eine Steuerrechnung in der Höhe von 2’700 Franken. Die Nettoauszahlung beträgt also 70’700 Franken. Die berechnete Jahresrendite zwischen Nettoeinzahlung (Einzahlung nach Abzug der Steuerersparnis) und Nettoauszahlung (Auszahlung nach Abzug der Steuerrechnung) beträgt 2,9 Prozent.

Mit anderen Worten: Diese Frau hat zwar lediglich einen Zins von einem Prozent gutgeschrieben erhalten. Nach Berücksichtigung aller Steuern resultiert aber eine Verzinsung von 2,9 Prozent pro Jahr. Die Differenz von 1,9 Prozent nennt man den „Steuereffekt“. Wunderbar!

Von Kanton zu Kanton und von Gemeinde zu Gemeinde gibt es Unterschiede

Nun kommt das „Aber“: Wir leben im Land des „Kantönligeistes“ in dem Steuerwettbewerb zwischen Kantonen und Gemeinden herrscht. Entsprechend kann auch das Resultat des „Steuereffektes“ ganz anders ausfallen, je nachdem wo Du wohnst. Damit Du die Auswirkungen noch besser verstehst, adaptiere ich das oben gemachte Beispiel auf die Stadt Zürich:

Die Einzahlung über 22 Jahre bleibt genau gleich. Da der Steuertarif in Zürich anders funktioniert als in Bern, resultiert pro Jahr lediglich eine Steuerersparnis von 310 Franken. Die Nettoeinzahlung pro Jahr beträgt also 2’690 Franken und die gesamte Steuerersparnis über 22 Jahre lediglich 6’820 Franken. Auch für die Frau in Zürich kommt nun der Tag der Auszahlung und der Auszahlungsbetrag beträgt ebenfalls 73’400 Franken. Die Zürcher Behörde stellt aber eine höhere Steuerrechnung, nämlich 3’530 Franken. Die jährliche Nettorendite beträgt in Zürich nun lediglich 1,5 Prozent und der „Steuereffekt“ lediglich 0,5 Prozent. Immer noch gut, aber nicht ganz so grossartig wie in Bern.

Fazit

Es stimmt also nicht, dass sich die Einzahlung in die Säule 3a nicht lohnen würde. Das „sich lohnen“ resultiert aus dem „Steuereffekt“, der aufgrund der Asymmetrie zwischen Einkommensteuer und Kapitalauszahlungsteuer zu Stande kommt. Wie hoch dieser „Steuereffekt“ ausfällt, hängt von Deiner Steuergrundlage ab – also wo Du wohnst, wie hoch Dein Einkommen ist und so weiter.

Tipp

Wenn es Dein Budget zulässt, rate ich Dir grundsätzlich dazu, in die Säule 3a einzuzahlen. In einem weiteren Blogbeitrag erkläre ich Dir auf was Du dabei achten solltest.

Hast Du Fragen?

Hast Du weitere Fragen zu Deiner Vorsorge rund um die erste, zweite und dritte Säule? Zögere nicht, gleich hier und jetzt einen Termin für eine kostenlose Beratungsviertelstunde zu vereinbaren. Ich helfe Dir sehr gerne!

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Was bedeutet der Rentenumwandlungssatz in der Pensionskasse?

Der Rentenumwandlungssatz ist ein Faktor, mit dem Dein Kapital, das Du in der Pensionskasse angespart hast, in eine regelmässige, garantierte und lebenslange Rente umgewandelt wird.

Und so rechnet man

Hast Du in Deiner Pensionskasse beispielsweise ein Kapital von 100’000 Franken angespart und das Pensionskassenreglement besagt, dass der Rentenumwandlungssatz im Pensionsalter mit 65 Jahren 6,8 Prozent beträgt, resultiert für Dich eine Rente von 6’800 Franken pro Jahr.

100’000 Franken x 6,8 Prozent = 6’800 Franken

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Mindestzinssatz in der Pensionskasse

Der Mindestzinssatz hat sich im verlaufe der Jahre massiv verändert. Seit der Einführung des Pensionskassengesetzes im Jahr 1985 bis ins Jahr 2002 lag er unverändert bei vier Prozent. Seither ist er sukzessive auf momentan ein Prozent gesunken.

Hast Du Fragen?

Hast Du Fragen zu Deiner Vorsorge rund um die erste, zweite und dritte Säule? Zögere nicht und buche gleich hier und jetzt eine kostenlose Beratungsviertelstunde. Ich helfe Dir sehr gerne!

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