Liquidität ist die Luft zum atmen. Ohne sie hast Du rasch Probleme Deine Unternehemsträume zu verwirklichen. Deshalb gib darauf acht und befolge folgende Tips!

Baue eine Finanzplanung auf

Auch als Kleinstunternehmen ist eine fundierte Finanzplanung meines Erachtens unerlässlich. Daraus kannst Du ablesen wie sich deine Liquidität entwickeln wird, wann Du ausreichend oder zuwendig Geld hast. Planst Du Investitionen, ist es geradezu fahrlässig ohne Finanzplanung zu agieren.

Eine Finanzplanung ohne laufenden Soll-/Ist-Vergleich ist wertlos. Deshalb vergleiche Deine Finanzplanung laufend mit Deiner Buchhaltung – also den effektiven Zahlen. Bau Dir ein sogenanntes Controllingtool auf und nimm Dir die Zeit um zu analysieren. Passe Deine Finanzplanung dann laufend an damit Du eine möglichst verlässlichen Ausblick erhältst.

Je mehr Du Dich mit Deiner Finanzplanung und dem Soll-/Ist-Vergleich beschäftigst, desto exakter werden Deine Voraussagen, Planungen und Entscheide.

Organisiere Deine Buchhaltung

Ich weiss, Buchhaltung kann langweilig erscheinen, aber Sie ist für Dich als Unternehmer oder Unternehmerin extrem wichtig. In Bezug auf die Liquidität ist es zwei Aspekte die Du dringend beachten musst:

  1. Halte Deine Kundenrechnungen unter Kontrolle und treibe das Geld ein
  2. Halte Deine Lieferantenrechnungen unter Kontrolle und mach Rücklagen

Du arbeitest hart, bringst super Dienstleistungen und verkaufst vorzügliche Produkte – alles wunderbar. Wenn Du aber Deine offenen Kundenrechnungen (Debitoren) nicht unter Kontrolle hältst, ist es schnell vorbei mit der Herrlichkeit. Mach leg Dir deshalb einen Debitorenmanagementprozess zurecht an den Du Dich konsequent hältst und setze die Zahlungsfristen durch.

Genauso wichtig sind Deine offenen Lieferantenrechnungen. Behalte diese immer im Auge und vergiss nicht, dass Du irgendwann Steuern und Sozialversicherungen bezahlen musst – mach also neben den laufenden Zahlungen auch Rücklagen für bevorstehende Rechnungen.

Fehlender Gewinn führt irgendwann zu Liquiditäsmangel

Wie gesagt: Liqudität ist die Luft zum atmen und sie ist kurzfristig höher zu gewichten als Gewinn. Aber wirklich nur kurzfristig. Denn – ja Du erkennst das richtig – Liquidität stammt im Endeffekt aus nicht verwendeten Gewinnen.

Wenn Du keinen Gewinn machst, ist es wichtig, dass Du weisst, weshalb das so ist und zu versuchen die Ursache so rasch wie möglich zu beheben. Dazu stehen Dir ein Blumenstrauss an Massnahmen offen: Preise rauf, Marketing verbessern, Kosten senken und so weiter.

Werfe einen Blick auf Deine Zahlungsbedingungen

Deine Kundenrechnungen und die Lieferantenrechnungen haben definierte Zahlungsfristen. Wenn diese beiden Bedingungen nicht übereinstimmen – sprich die Lieferantenzahlungsfrist tiefer ist als die Kundenzahlungsfrist, kannst du ein Problem bekommen.

Am besten wäre es, die Kundenzahlungsfrist so tief wie möglich zu halten, damit Du die Lieferantenzahlungsfristen in jedem Fall einhalten kannst. Es gibt auch noch andere Lösungen, die aber in jedem Fall etwas kosten:

  • Factoring – Ein Finanzanzinstitut kauft die quasi Deine Kundenrechnungen gegen einen Abschlag ab und stellt Dir sofort Liquidität zur Verfügung.
  • Kontokorrentkredit bei der Bank – Deine Bank gewährt Dir eine Kreditlinie, bis zu der Du Dein Geschäftskonto auch mal überziehen kannst. Zinsen zahlst Du, wenn Du im Minus bist.
  • Skonto für Deine Kunden – Du kannst Deinen Kunden auch einen Anreiz dazu setzen, Rechnung frühzeitig zu bezahlen, indem Du ihnen zwei bis drei Prozent Skonto gewährst.

Wie gesagt, all das kostet Geld. Deshalb besser: Sorge für kongruente Zahlungsbedingungen und halte Deine Kundenrechnungen unter Kontrolle.

Wenn Ihre Kunden beispielsweise 30 Tage Zeit haben, um Sie zu bezahlen, Ihre Lieferanten aber innerhalb von 14 Tagen bezahlt werden wollen, kann sich ein Cashflow-Problem aufbauen.

Zu rasches Wachstum

Paradox ist, dass zu schnelles Wachstum zu Liquiditätsproblemen führen kann. Weil bei grossen Wachstumschritten oft Investitionen notwendig in Personal, Technik und so weiter, kann es Probleme geben weil das Geld noch nicht da ist das aus dem Wachstum generiert werden soll, die Kosten aber laufen bereits. Da sind wir wieder bei der Finanzplanung die Dir hilft die richtigen Entscheide zum richtigen Zeitpunkt zu fällen.

Fazit

Leg Dir einen Finanzplan zurecht und erachte diesen als Führungsinstrument, das Du regelmässig mit der Ist-Situation vergleichst und adjustierst. Organisiere Deine Buchhaltung so, dass Du unter anderem Deine Kundenrechnungen und Lieferantenrechnungen unter Kontrolle. Sei in Bezug auf die Zahlungsfrist Deiner Kunden nicht grosszügig sondern achte darauf, dass diese mit den Zahlungskonditionen Deiner Lieferanten übereinstimmen.

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